Sonntag, 26. Mai 2013

4. Tag - Water Canyon & White Domes

Wie schon angekündigt haben wir heute den Tag außerhalb des Zion Nationalparks verbracht, was im Nachhinein wirklich eine grandiose Idee war, als wir nachmittags wieder zurück kamen war Springdale nämlich rappelvoll geparkt... wenn die ganze Meute heute im Park war, dann war das sicher ein großer Spaß.

Gestartet haben wir den Tag natürlich wieder mit einem Frühstück bei Oscar's.




Für mich gab es ein Breakfast Croissant Sandwich und Marco hatte irgendwas mit Pancakes und Rührei... hat es nicht mehr aufs Foto geschafft, so schnell war es aufgegessen ;-)

Gestärkt ging es dann gegen viertel vor neun los in Richtung des kleinen Örtchens Hildale, ca. 75km von Springdale entfernt.  Lustige Menschen wohnen dort... wir sind uns nur noch nicht einig, ob das alles Amish People oder Mormonen sind? Sie sind jedenfalls so gekleidet, als wäre die Zeit vor 100 Jahren stehen geblieben. 

Mit Hilfte unseres GPS Gerätes und dank der Koordinaten von Fritz Zehrer haben wir den Trailhead zum Water Canyon recht gut gefunden, das TomTom konnte mit der unbefestigten Straße jedenfalls nichts anfangen.

Die Dirt Road war entgegen der Erwartungen sehr gut befahrbar, auch ohne 4WD. 
Nur ein ganz kurzes Stück war mit einigen tieferen Furchen durchzogen, ansonsten ist die Strecke recht sandig, bei Regen bzw. nach Regen dann wohl nicht sonderlich gut befahrbar. 
Aber damit war heute gottseidank nicht zu rechnen... knappe 33 Grad und nur ein paar Schleierwölkchen am  Himmel.

Am Trailhead angekommen geht es mehr oder weniger an einem kleinen Bächlein entlang zum Water Canyon, allerdings permanent durch recht tiefen Sand. Nicht ganz unanstrengend, aber da waren wir ja noch hochmotiviert.
Den Water Canyon haben wir dann nach geschätzten 45-60 Minuten erreicht und erstmal einen recht langen Fotostopp an diesem schattigen Plätzchen eingelegt.



Den Water Canyon hatten wir schon nach ca. 45-60 Minuten erreicht. Dort wurden dann erstmal reichlich Fotos geschossen. Links am Baumstamm mussten wir übrigens am kleinen Wasserfall vorbei nach oben. Das ging aber relativ gut und problemlos.

Die Strecke geht dann weiter über einen Felsvorsprung, man sollte sich immer links halten, dann kann man den Trail erstmal nicht verfehlen, man muss aber ein kleines bißchen klettern.  Der Weg ist relativ schmal, aber gut zu laufen. Man kann sich links an der Wand festhalten und rechts befinden sich Sträucher die den freien Blick nach unten verwehren. Von oben sieht das dann so aus:



Es geht dann noch ein kleines Stückchen weiter nach oben und man hat einen tollen Blick von oben in Richtung des Canyons. 





Der nächste Streckenabschnitt geht dann über meist recht sandigen Boden entlang der Felsen serpentinenartig nach oben. Man kann den Trail meistens relativ gut sehen, das ein oder andere Mal mussten wir aber auch umdrehen, weil wir den falschen Fußspuren gefolgt sind. Oben angekommen geht es eigentlich auch schon wieder weiter und ein Stückchen bergab. 

Nach geschätzt der Hälfte der Wegstrecke zwischen dem Water Canyon und den White Domes kommt man in eine Art Tal…oder Schlucht… schwer zu beschreiben. Es ist jedenfalls sehr schön anzusehen und es lohnt sich ein paar Minuten zu verweilen und ein paar Fotos zu knipsen.




Das letzte Wegdrittel geht über ein Felsplateau, einen Trail kann man jetzt nicht mehr ausmachen, es sind auch nicht wirklich Steintürmchen zu erkennen, ein GPS ist hier aus unserer Sicht unerlässlich. Ohne findet man vielleicht noch irgendwie den Hinweg, aber mit Sicherheit den Rückweg nicht mehr.

Die Aussicht ist jedenfalls toll und man hätte noch den halben Tag fotografieren können um alle Eindrücke einzufangen. Aber am Besten ist halt doch, wenn man es live vor Ort selbst sehen kann.








Das restliche Stück zieht sich dann auch ganz schön, der Wind nimmt immer mehr zu und pustet uns ordentlich um die Ohren... und eigentlich haben wir beide überhaupt keine Lust mehr, aber das Quälen hat sich gelohnt, endlich türmen sich die White Domes vor uns auf. Die Farben sind toll, auch wenn es eigentlich „nur“ weiß ist.




Wir sind wirklich froh, dass wir durchgehalten haben, ein paar Mal waren wir kurz davor das Zoomobjektiv rauszuholen und die Domes von weitem zu fotografieren, aber nichts hätte diesen Anblick ersetzen können.


Da es inzwischen schon nach 14 Uhr ist und wir schwer abschätzen können, wie lange wir für den Rückweg benötigen, verweilen wir nur kurz auf einen Müsliriegel und um unseren Getränkevorrat wieder aufzufüllen, dann geht es an den Abstieg.







Der geht deutlich schneller als erwartet, ist aber mit schwindender Kraft auch schon ganz schön anstrengend.
Kurz vor Schluss knutsche ich dann beim abrutschen noch einen blöden Kaktus, dessen Stacheln allesamt in meiner rechten Hand landen… Das steigerte die Laune natürlich… wer mich kennt weiß was ich meine ;-)

Es hat mich auch nicht getröstet, dass Marco auf dem Hinweg schon Freundschaft mit einem Kaktus geschlossen hat… ihm blieben allerdings die fiesen kleinen Ministacheln erspart… (die auch jetzt noch in MEINER Hand sitzen!!!).


Zum Abschluss des Tages hatten wir uns dann auch noch ein ordentliches Eis verdient...





Die Kalorien haben wir mit Sicherheit abtrainiert vorher...

Die Bilanz des Tages: 4,5 Stunden reines Wandern  (+1,5 Stunden Fotozeit) , knapp 16km, bis auf 2100m Höhe. 


Unser Tipp: Man sollte sich für diese Wanderung auf jeden Fall ein GPS mitnehmen, das hat uns den Rückweg mehr als erleichtert, da plötzlich alles gleich aussah, jeder Stein glich dem anderen. 
Handschuhe haben wir auch mehrfach vermisst, und nicht nur, als wir beide in die Kakteen gepackt haben, auch bei der Kletterei und Greiferei nach Ästen und Felsen wären die sehr hilfreich gewesen. 
Genügend Wasser sollte man natürlich auch mitnehmen, aber das versteht sich ja von selbst.

Springdale ist natürlich nicht der idealste Ausgangspunkt für diese Wanderung, wenn man seine Unterkunft in  Hurricane hat, dann ist die Anfahrt entsprechend kürzer. 

Nun bricht gleich unsere letzte Nacht in Springdale an, morgen geht es weiter nach Escalante. Ihr dürft also gespannt sein, was wir dann wieder zu berichten haben. 

P.S.: Und nur mal nebenbei bemerkt... die Internetverbindung geht mir hier sowas von auf den Keks, ich habe bestimmt 2 Stunden gebraucht um den Blogpost mit Bildern online zu kriegen... ständig bricht die Verbindung ab, meistens dann, wenn die Bilder gerade hochladen... aber nun ist es ja vollbracht!!! YAY!!! 

Und Silke, ich denke du hattest dann wohl die richtige Vermutung, oder? 








Kommentare:

  1. ja, wir können uns das lebhaft vorstellen, wie deine laune war! unser kleiner sonnenschein! ;o) komm mal her, ich puste mal! :) die wanderung hat sich ja echt gelohnt, feine bilder!
    lg k&m

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  2. Oh je, lebt der Kaktus denn noch? ;-) Genau, hab mir gedacht, daß Ihr zu den White Domes wollt. Ich muss auch sagen, Ihr habt wirklich wunderschöne Fotos gemacht. Und die Wanderung hat sich doppelt gelohnt: jetzt seid Ihr fit für Escalante (GPS getestet, Piste gefahren,...).
    LG Silke

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  3. Hallo Ihr Zwei!!! Ich verfolge euren Blog mit viel Spaß. Nadine du schreibst klasse und die Fotos (Marco Daumen hoch) sind super. Man wird richtig neidisch. Nicht auf die Bekanntschaft mit dem Kaktus ;) und auch nicht mit deiner Laune ;) (wir kennen dich ja), aber der Rest..... einfach SUPERRRR!!!
    Viele liebe Grüsse aus der verregneten Heimat.
    Andrea, Thomas und Tim

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  4. Sehr schöner Hike, da lag ich ja extrem daneben. Hoffe Ihr habt dem Kacktus einen Waypoint verpasst...für das nächste Mal :-). Die beste Internetverbindung in SD habt Ihr übrigens auf dem Parkplatz vom BW oder aber in Springdale im McD.

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