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Mittwoch, 29. Mai 2013

7. Tag - Lower Calf Creek Falls & Moki Hill

Der heutige Tag startet wieder mit einem sehr guten Frühstück frisch zubereitet von unserer Innkeeperin Cate. Mit uns am Tisch sitzen Bruce und Kathy aus Pennsylvania. Wir plauschen über Gott und die Welt, über den Euro, die Bankenkrise und wir holen uns noch ein paar Empfehlungen für den Yellowstone ab.

Nach dem Frühstück geht es dann los zum Lower Calf Creek Trail. Dafür waren wir wieder einige Meilen die UT12 aus Escalante heraus Richtung Boulder. 

Der Trailhead beginnt am Campingplatz des Calf Creek, das Auto kann man dort für 2 Dollar den ganzen Tag parken. 

Der Hike zum Lower Calf Creek Fall ist ca. 3 Meilen lang, das Ganze gilt es dann natürlich auch wieder retour. 

Der Weg lässt sich sehr entspannt gehen, die meiste Zeit allerdings durch eher sandigen Boden, was auf Dauer dann etwas anstrengend ist. Ansonsten sind außer ein paar Felsbrocken keine großen Herausforderungen geboten.... aber was bitte sollte uns nach dem gestrigen Tag noch schocken??

Nach ca. 1 Stunde sind wir am Ziel angekommen.


Das Wasser stürzt hier rund 40m in die Tiefe und es gab sogar einige mutige Amerikaner, die im Pool unten geschwommen sind.  Das Wasser ist allerdings doch ziemlich kalt, ist also wirklich nur für die besonders Harten zu empfehlen. 

Nach einer guten Stunde Aufenthalt machen wir uns wieder auf den Rückweg.




Der Trail ist landschaftlich wirklich sehr hübsch und man bekommt immer wieder tolle Aussichten.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch den Moki Hill mitgenommen. Dazu mussten wir nochmal ein kleines Stückchen über eine Dirt Road fahren, aber der Zustand der Old Sheffield Road war wirklich ok. 

 "Mokis" sind kleine runde Gesteinskugeln, die wenn man so will aus den Felsen "wachsen". Das Gestein ist metallhaltig, man sollte also nicht auf die Idee kommen, die kleinen Teilchen mit nach Hause zu nehmen.
Es wird aber auch mit "No Collecting" Schildern darauf hingewiesen.

Vom Trailhead aus (die Daten haben wir von hier)  läuft man eine sandige Fahrrinne entlang ca. 20 Minuten bis zur Felsformation, auf der die Mokis zu finden sind. 






Die kleinen Kugeln sind ganz schön massiv und schwer. Aber die sehen witzig aus!

An unserem letzten Abend in Escalante sind wir dann nochmal Essen gewesen. Wir haben uns für das Cowboy Blues Restaurant entschieden. Sieht von außen unscheinbar aus, ist aber wirklich sehr gut.






Alles ist sehr frisch zubereitet, da kommt nix aus der Tüte oder dem Tiefkühler. Die Bedienung war sehr sehr freundlich und aufmerksam und lecker war es auch.


Zum Nachtisch gab es dann noch einen Bread Pudding, den haben wir uns aber geteilt. FDH ;-)


Der wertvolle Kunde hat natürlich auch einen Tip da gelassen... hätten wir auch ohne die Aufforderung, aber das musste ich einfach fotografieren ;-)

Morgen geht es in aller Herrgottsfrühe in Richtung Wyoming, wir haben 500 Meilen (ca. 800km) zu fahren bis nach Jackson-Hole, das wird schon die ein oder andere Stunde dauern und einen kurzen Stopover im Outletcenter müssen wir auch noch einlegen...  

Wir melden uns dann evt. erst übermorgen wieder, je nachdem wann wir dann morgen ankommen!

Gute Nacht nach Deutschland, 

Dienstag, 28. Mai 2013

6. Tag - Peek-A-Boo und Spooky Slot Canyon

Nachdem wir heute morgen vor dem Frühstück noch kurz den Wetterbericht studiert haben und für morgen ganz evt. am nachmittag ein kleines bißchen Regen angesagt war, haben wir kurzerhand die Pläne spontan umgestellt. Eigentlich war etwas anderes geplant, aber dazu kommen wir dann morgen. Da sind wir ja flexibel.



Das Frühstück im Canyons B&B war sehr lecker, es gab Blueberry Pancakes mit Bacon.
Und wie bereits angekündigt hier ein paar Impressionen von unserem kleinen Idyll in Escalante.





Unsere Veranda:




Unsere Terrasse mit Sonnenliegen


Unser Zimmer, der "Garden" Room:





Wie man sieht, ist hier alles mit sehr viel Liebe zum Detail hergerichtet, sowohl im Außen- als auch im Innenbereich. Wirklich wunderschön und sehr zu empfehlen.
Nach einem langen anstrengenden Tag lässt es sich hier wunderbar entspannen.

Und wo wir schon beim Thema "anstrengend" sind, kann es dann auch direkt losgehen zu unserer heutigen Canyon"wanderung".

Bei Cate unserer Innkeeperin haben wir uns noch kurz nach dem Zustand der HITRR (Hole-in-the-rock-road) erkundigt, sie war völlig entspannt und meinte, dass es evt. an der ein oder anderen Stelle etwas bumpy wäre und gelegentlich etwas dusty, aber wenn man schnell genug über die Schlaglöcher fahre, dann würde man sie fast gar nicht merken....

Ok... gesagt getan und ab auf die ungeteerte Straße, die ein paar Meilen außerhalb von Escalante abzweigt.

Marco hat munter aufs Pedal gedrückt und die 26 Meilen bis zum Abzweig zur Dry Fork vergingen recht kurzweilig und massagereich.

Als wir dann auf der noch schlimmeren Straße Richtung Trailhead gefahren sind, war es teilweise schon grenzwertig, aber wir waren etwas angespornt von dem Prius, der sich ganz mutig vor uns bewegte.

Wir sind dann tatsächlich auch am Trailhead angekommen, haben noch einen Parkplatz bekommen und es konnte losgehen.

Der Abstieg zum Peek-A-Boo ist relativ gut zu erkennen, man sollte immer nach den Steinhaufen Ausschau halten, dann kann man eigentlich nichts verkehrt machen nicht so wie wir, die einfach munter drauf los gelaufen sind .

Unten angekommen geht man zum Peek-A-Boo Einstieg nachher in Richtung des großen Steinhaufen auf der rechten Seite, links kann man einen Abstecher in den Dry Fork Canyon machen.


Das haben wir dann auch getan (unnötig zu erwähnen, dass wir zu der Zeit noch dachten es wäre der Peek-A-Boo) und der war zum warm machen ganz gut, der war nämlich noch schön breit und klettern musste man auch nicht wirklich. Wir haben uns nur zwischendurch mal gefragt, wo der "schwere" Einstieg über die 3m Wand denn wohl bleibt...

Schöne Eindrücke konnten wir hier aber trotzdem sammeln.



Am Ende des Canyons hätte man wahrscheinlich die Möglichkeit gehabt querfeldein Richtung Ausstieg des Peek-A-Boo zu laufen, da wir uns aber nicht sicher waren, ob das auch wirklich funktioniert, sind wir lieber umgedreht und zum eigentlichen Einstieg des Peek-A-Boo gelaufen.


Mein Assistent demonstriert hier sehr schön, die Höhe des Einstiegs. War auch ehrlich gesagt gar nicht so einfach den Hintern da hochzuwuchten und ich hab kurz mit dem Gedanken gespielt es bleiben zu lassen.
Die eingeschlagenen Stufen sind zwar nett, aber auch nicht unbedingt alle hilfreich, man rutscht leicht ab und findet schlecht Halt an dem rutschigen Sandstein.

Marco hat aber freundlicherweise von hinten geschoben und dann bin ich doch irgendwie oben gelandet.


Marco hat es auch geschafft, allerdings war das mit dem schweren Rucksack auch nicht ganz so einfach, den habe ich dann schon mal entgegen genommen.

Dann konnte es auch weitergehen durch den wirklich schönen Slot Canyon. An manchen Stellen etwas eng, aber im Großen und Ganzen kam man wirklich gut durch.



Wenn man den Peek-A-Boo durchquert hat hält man sich rechts und folgt wieder artig den Steinhäufchen um zum Spooky Slot Canyon zu gelangen oder man folgt den antiken Schriftzeichen ;-)


Der Eingang zum Spooky Slot (der eigentlich der Ausgang ist, aber für unsere Route so gerade richtig war) sieht erstmal relativ entspannt und gemächlich aus.



Der Canyon hat es aber wirklich in sich und zumindest von dieser Seite aus, waren einige Passagen wirklich grenzwertig. Es ist teilweise extrem eng, mit Rucksack auf dem Rücken geht da gar nichts mehr, der muss einen Großteil der Strecke in der Hand getragen werden bzw. voraus geworfen werden.

Wir hatten Glück, dass wir auf der Strecke durch den Peek-A-Boo zwei Jungs aus Salt Lake City getroffen haben, denen wir den Spooky Canyon schmackhaft gemacht haben. Ohne deren Hilfe, wäre zumindest ich vermutlich aufgeschmissen gewesen, da ich an einer Stelle relativ steil einige Felsen runterrutschen musste, wo die freundlichen Amerikaner netterweise den Aufprall durch Räuberleiter gedämpft haben.

Marco hat es dann mit Rucksack voraus werfen alleine geschafft. Guter Mann ;-)

Uns war allerdings allen schleierhaft, wie man diese Felsen wieder hochkommen soll (falls es also Erfahrungsberichte gibt von denjenigen, die den Spooky schon von unten nach oben gelaufen sind, dann bitte her damit).






Es war wirklich ein total geniales Erlebnis, wir hatten extrem viel Spaß! Einige blaue Flecken und Schürfwunden sind natürlich nicht ausgeblieben, aber das war es definitiv auch wert.

Ach ja... und die Handschuhe, die wir uns gestern extra noch im Wal Mart gekauft haben, die haben sich dreimal bezahlt gemacht. Sehr hilfreich die guten Dinger!

Vom Ende (oder auch Anfang) des Spooky Canyons kommt man über einen Trail wieder zurück zum Peek-A-Boo Einstieg bzw. eben wieder zurück nach oben zum Trailhead.

Insgesamt sind wir laut GPS 10km gelaufen und waren knapp 2,5 Stunden in Bewegung und 1,5 Stunden im Stehmodus.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch kurz den Devils Garden mitgenommen, allerdings waren die Lichtverhältnisse nicht ideal. Bis zum Sonnenuntergang wären es aber noch gute 4 Stunden gewesen, so lange wollten wir dann auch nicht warten.


Die Hoodoos sehen jedenfalls lustig aus, und wir haben mit viel Phantasie einige Außerirdische, Trolle und Eskimos erkannt ;-)

Den Abend haben wir dann schön entspannt hier im Garten ausklingen lassen.



Ich hab jetzt ne neue Freundin, wie man sieht. Das ist die Hündin des Hauses.

Jetzt werden noch ein bißchen die Wunden geleckt und morgen gehts dann auch wieder weiter.
Allerdings wohl nicht ganz so abenteuerlich wie heute.

Von uns noch einen "Happy Memorial Day" nach Deutschland,



Bis morgen!


Montag, 27. Mai 2013

5.Tag - Von allem etwas - die Vagabunden

Heute mussten wir Springdale und unseren beiden Innkeepern Mark & Joe leider Goodbye sagen. Nach einem kurzen Smalltalk waren wir beruhigt, dass die Einwohner von Hildale nicht nur uns komisch vorkamen, sondern sogar den Amerikanern selbst. Mark hat uns aufgeklärt, es sind weder Amish noch Mormonen, es sind Polygamisten!
Der - nennen wir ihn mal religiöse Führer - dieser "Truppe" weilt derzeit in Texas im Gefängnis, aber die Fäden in Hildale zieht er wohl noch immer.  Da können wir ja froh sein, dass wir da heile rein und rausgekommen sind :-)

Vorher gab es natürlich noch unser Frühstück bei Oscar's, heute gab es für mich mal French Toast, Marco hatte wieder den Breakfast Burrito, das Foto habe ich mir gespart.



Schön war es jedenfalls wieder im Under the Eaves, und wenn wir wieder mal den Zion besuchen, dann sind Mark & Joe sicher unsere erste Anlaufstelle.

Von Springdale führt die Straße als nächstes durch das kleine Dörfchen Rockville, dort haben wir dann einen kleinen Fotostopp eingelegt um die tolle Beflaggung anläßlich des Memorial Day (der ist morgen am Montag)  zu knipsen.



Kritisch beäugt wurden wir dabei übrigens auch...




Danach ging es weiter nach Hurricane um beim Wal Mart die Vorräte etwas aufzustocken. Nun haben wir z.B. auch Handschuhe... der nächste Kaktus soll sich mal in unsere Nähe wagen... WIR sind gerüstet.

Von dort aus führte uns die Route wieder durch "Scary-Hildale" (wir sind extra schnell gefahren, damit die Polygamisten keine Chance haben) in Richtung Kanab. Dort haben wir nur einen kleinen Zwischenstopp beim Visitor Center gemacht und uns ein bißchen Infomaterial geholt.




Nächstes Ziel war der Coral Pink Sand Dunes State Park. Hier sammelt sich erodierter Navajo Sandstein und es bilden sich Sanddünen. Der Großteil der Dünen wird von ATV Fahrzeugen genutzt, aber man kann auch selbst die Dünen ein bißchen erklimmen.





Der Sand ist allerdings ordentlich heiß... man muss also schnell laufen! Oder man zieht festes Schuhwerk an. 
Windig war es natürlich auch und teilweise ist uns der Sand ein bißchen um die Ohren gefegt. 
Nach einer guten dreiviertel Stunde waren wir dann auch schön paniert und es ging weiter Richtung Escalante.

Auf dem Weg dorthin haben wir uns spontan überlegt, dass wir dem Bryce Canyon Nationalpark nochmal einen kurzen Besuch abstatten könnten, vor 3 Jahren waren wir schon mal zum wandern dort, da sind die Viewpoints etwas zu kurz gekommen, das sollte heute nachgeholt werden. 

Da der Park aber ohnehin auf dem Weg lag, war das kein Problem.







Gegen halb acht sind wir dann in unserer wirklich traumhaften Unterkunft in Escalante angekommen. Das Zimmer ist total schnuckelig, wir haben eine Veranda und eine eigene Terrasse mit Sonnenliegen. So werden wir es wohl die nächsten 3 Nächte gut aushalten.  Zum Canyons B&B schreibe ich dann morgen noch ein bißchen was, dann gibts auch Bilder.

Unser Abendessen war heute mal richtig gesund, nur Gemüse und Obst! Jahaaaa....



Nach diesem Vitaminschock schlafen wir bestimmt besonders gut gleich!

Euch einen wunderbaren Start in die neue Woche! 

Bis morgen, 

P.S.:  ENDLICH wieder gescheites WI-FI.