Nachdem wir heute morgen vor dem Frühstück noch kurz den Wetterbericht studiert haben und für morgen ganz evt. am nachmittag ein kleines bißchen Regen angesagt war, haben wir kurzerhand die Pläne spontan umgestellt. Eigentlich war etwas anderes geplant, aber dazu kommen wir dann morgen. Da sind wir ja flexibel.
Das Frühstück im Canyons B&B war sehr lecker, es gab Blueberry Pancakes mit Bacon.
Und wie bereits angekündigt hier ein paar Impressionen von unserem kleinen Idyll in Escalante.
Unsere Veranda:
Unsere Terrasse mit Sonnenliegen
Unser Zimmer, der "Garden" Room:
Wie man sieht, ist hier alles mit sehr viel Liebe zum Detail hergerichtet, sowohl im Außen- als auch im Innenbereich. Wirklich wunderschön und sehr zu empfehlen.
Nach einem langen anstrengenden Tag lässt es sich hier wunderbar entspannen.
Und wo wir schon beim Thema "anstrengend" sind, kann es dann auch direkt losgehen zu unserer heutigen Canyon"wanderung".
Bei Cate unserer Innkeeperin haben wir uns noch kurz nach dem Zustand der HITRR (Hole-in-the-rock-road) erkundigt, sie war völlig entspannt und meinte, dass es evt. an der ein oder anderen Stelle etwas bumpy wäre und gelegentlich etwas dusty, aber wenn man schnell genug über die Schlaglöcher fahre, dann würde man sie fast gar nicht merken....
Ok... gesagt getan und ab auf die ungeteerte Straße, die ein paar Meilen außerhalb von Escalante abzweigt.
Marco hat munter aufs Pedal gedrückt und die 26 Meilen bis zum Abzweig zur Dry Fork vergingen recht kurzweilig und massagereich.
Als wir dann auf der noch schlimmeren Straße Richtung Trailhead gefahren sind, war es teilweise schon grenzwertig, aber wir waren etwas angespornt von dem Prius, der sich ganz mutig vor uns bewegte.
Wir sind dann tatsächlich auch am Trailhead angekommen, haben noch einen Parkplatz bekommen und es konnte losgehen.
Der Abstieg zum Peek-A-Boo ist relativ gut zu erkennen, man sollte immer nach den Steinhaufen Ausschau halten, dann kann man eigentlich nichts verkehrt machen
nicht so wie wir, die einfach munter drauf los gelaufen sind .
Unten angekommen geht man zum Peek-A-Boo Einstieg nachher in Richtung des großen Steinhaufen auf der rechten Seite, links kann man einen Abstecher in den Dry Fork Canyon machen.
Das haben wir dann auch getan
(unnötig zu erwähnen, dass wir zu der Zeit noch dachten es wäre der Peek-A-Boo) und der war zum warm machen ganz gut, der war nämlich noch schön breit und klettern musste man auch nicht wirklich. Wir haben uns nur zwischendurch mal gefragt, wo der "schwere" Einstieg über die 3m Wand denn wohl bleibt...
Schöne Eindrücke konnten wir hier aber trotzdem sammeln.
Am Ende des Canyons hätte man wahrscheinlich die Möglichkeit gehabt querfeldein Richtung Ausstieg des Peek-A-Boo zu laufen, da wir uns aber nicht sicher waren, ob das auch wirklich funktioniert, sind wir lieber umgedreht und zum eigentlichen Einstieg des Peek-A-Boo gelaufen.
Mein Assistent demonstriert hier sehr schön, die Höhe des Einstiegs. War auch ehrlich gesagt gar nicht so einfach den Hintern da hochzuwuchten und ich hab kurz mit dem Gedanken gespielt es bleiben zu lassen.
Die eingeschlagenen Stufen sind zwar nett, aber auch nicht unbedingt alle hilfreich, man rutscht leicht ab und findet schlecht Halt an dem rutschigen Sandstein.
Marco hat aber freundlicherweise von hinten geschoben und dann bin ich doch irgendwie oben gelandet.
Marco hat es auch geschafft, allerdings war das mit dem schweren Rucksack auch nicht ganz so einfach, den habe ich dann schon mal entgegen genommen.
Dann konnte es auch weitergehen durch den wirklich schönen Slot Canyon. An manchen Stellen etwas eng, aber im Großen und Ganzen kam man wirklich gut durch.
Wenn man den Peek-A-Boo durchquert hat hält man sich rechts und folgt wieder artig den Steinhäufchen um zum Spooky Slot Canyon zu gelangen oder man folgt den antiken Schriftzeichen ;-)
Der Eingang zum Spooky Slot (der eigentlich der Ausgang ist, aber für unsere Route so gerade richtig war) sieht erstmal relativ entspannt und gemächlich aus.
Der Canyon hat es aber wirklich in sich und zumindest von dieser Seite aus, waren einige Passagen wirklich grenzwertig. Es ist teilweise extrem eng, mit Rucksack auf dem Rücken geht da gar nichts mehr, der muss einen Großteil der Strecke in der Hand getragen werden bzw. voraus geworfen werden.
Wir hatten Glück, dass wir auf der Strecke durch den Peek-A-Boo zwei Jungs aus Salt Lake City getroffen haben, denen wir den Spooky Canyon schmackhaft gemacht haben. Ohne deren Hilfe, wäre zumindest ich vermutlich aufgeschmissen gewesen, da ich an einer Stelle relativ steil einige Felsen runterrutschen musste, wo die freundlichen Amerikaner netterweise den Aufprall durch Räuberleiter gedämpft haben.
Marco hat es dann mit Rucksack voraus werfen alleine geschafft. Guter Mann ;-)
Uns war allerdings allen schleierhaft, wie man diese Felsen wieder hochkommen soll (falls es also Erfahrungsberichte gibt von denjenigen, die den Spooky schon von unten nach oben gelaufen sind, dann bitte her damit).
Es war wirklich ein total geniales Erlebnis, wir hatten extrem viel Spaß! Einige blaue Flecken und Schürfwunden sind natürlich nicht ausgeblieben, aber das war es definitiv auch wert.
Ach ja... und die Handschuhe, die wir uns gestern extra noch im Wal Mart gekauft haben, die haben sich dreimal bezahlt gemacht. Sehr hilfreich die guten Dinger!
Vom Ende (oder auch Anfang) des Spooky Canyons kommt man über einen Trail wieder zurück zum Peek-A-Boo Einstieg bzw. eben wieder zurück nach oben zum Trailhead.
Insgesamt sind wir laut GPS 10km gelaufen und waren knapp 2,5 Stunden in Bewegung und 1,5 Stunden im Stehmodus.
Auf dem Rückweg haben wir dann noch kurz den Devils Garden mitgenommen, allerdings waren die Lichtverhältnisse nicht ideal. Bis zum Sonnenuntergang wären es aber noch gute 4 Stunden gewesen, so lange wollten wir dann auch nicht warten.
Die Hoodoos sehen jedenfalls lustig aus, und wir haben mit viel Phantasie einige Außerirdische, Trolle und Eskimos erkannt ;-)
Den Abend haben wir dann schön entspannt hier im Garten ausklingen lassen.
Ich hab jetzt ne neue Freundin, wie man sieht. Das ist die Hündin des Hauses.
Jetzt werden noch ein bißchen die Wunden geleckt und morgen gehts dann auch wieder weiter.
Allerdings wohl nicht ganz so abenteuerlich wie heute.
Von uns noch einen "Happy Memorial Day" nach Deutschland,
Bis morgen!