Donnerstag, 24. Mai 2012

13. Tag - Zion Nationalpark - Observation Point

Wir sind noch da! Alle Knochen noch beisammen und auch sonst in erstaunlich guter Verfassung.

Nach einem sehr opulenten Frühstück, was uns hier im Under the Eaves in Oscars Café serviert wird, waren wir um halb neun am Zion Shuttle und haben uns zum "Weeping Rock" fahren lassen. Um 10 nach 9 begann dann unser Aufstieg zum Observation Point. Einen Großteil der Zeit lag der Trail im Schatten, das war sehr angenehm zum laufen.


An steilen Felswänden vorbei


Durch mehr oder weniger enge Schluchten  



Nach zwei Stunden waren wir oben angekommen, es war lange nicht so anstrengend, wie wir das eigentlich erwartet hatten.




Die Sicht war heute etwas getrübt, weil es wieder recht windig war. Davon haben wir auf dem Trail zum Glück nicht viel mitbekommen.



Oben am Observation Point kann man übrigens prima Bekanntschaften schließen, wie wir feststellen durften, den Abstieg haben wir gemeinsam mit Claudia und Frank aus Deutschland in Angriff genommen und unser nächstes Date ist am Freitag in Vegas, witzigerweise haben die beiden fast exakt die gleiche Restroute wie wir.

Insgesamt haben wir für die knapp 13km und ca. 2000 Höhenmeter ca. 3,75 Stunden gebraucht.

Danach war in unserer kleinen Oase noch ein bißchen relaxen angesagt.

Unser niedliches Zimmer im Garden Cottage


Blick aus der Hollywoodschaukel aufs Haupthaus


Und aufs Garden Cottage, rechts ist unsere Seite

Und wer sitzt da schon wieder in der Schaukel?
 

Es ist wirklich sehr niedlich und entspannend hier, hier kann man perfekt abschalten.

Morgen werden wir die Zion Narrows laufen, dafür haben wir uns heute schon das passende Equipment geliehen, eine "Dry Pants", "Dry Bags", Wasserschuhe und Neoprensocken.

Wer einen kleinen Vorgeschmack haben möchte, kann sich das hier schon mal angucken.

Das Wasser hat derzeit eine Temperatur von 14 Grad, ist also nicht arschkalt, aber warm ist auch anders.

Falls wir uns morgen nicht melden sollten, liegt das nicht daran, dass wir abgesoffen sind, sondern an der sehr schwankenden Internetverbindung die wir hier haben.

Wir melden uns also spätestens aus Las Vegas wieder zurück!





Mittwoch, 23. Mai 2012

12. Tag - Capitol Reef Nationalpark

Bevor wir uns heute aus Torrey verabschiedet haben, ging es für uns noch in den Capitol Reef Nationalpark.
Den Park haben wir vor 1,5 Jahren recht stiefmütterlich behandelt, wir sind zwar den Scenic Drive gefahren und haben uns dann wieder vom Acker gemacht mit dem Fazit, dass wir Capitol Reef nicht so spannend finden.

Absolut zu Unrecht, wie wir heute eines besseren belehrt wurden.

Wir hatten uns für heute den Cohab Canyon Trail ausgeguckt und direkt im Anschluss den Hickman Bridge Trail. Beides zusammen summiert sich auf 4,5 Meilen Hin- und Rückweg.

Es musste ein Höhenunterschied von 440 Fuß bewältigt werden, das allerdings in den ersten ca. 1000m.

Lustige schwarze Lava"köttel"

Der Canyon gleicht einem Schweizer Käse




Der Trail ist wirklich sehr hübsch, man läuft einen Großteil des Weges durch den Wash des Cohab Canyon und hat einen tollen Blick auf die Felsen um einen herum.

Am Ende des Trails mussten wir kurz den Highway UT-24 überqueren um auf den Trail zur Hickman Natural Bridge zu gelangen.

Die hatten wir dann auch nach einem erneuten Anstieg um 400 Fuß relativ schnell erreicht.

Die Hickman Natural Bridge ist ca. 40 Meter breit

 Der Ausblick unter der Brücke


Auf dem Rückweg haben wir noch zwei Slot Canyons "gefunden", die links vom Haupttrail abzweigten.
Einen will ich mal zeigen:

Vorher:


Nachher:

Keine Sorge, ich habe ihn wieder aus den Felsen gepellt ;-)

Bevor wir die 440 Fuß wieder runtergestiegen sind hatten wir noch einen wunderbaren Blick auf den Fruita District:


Es ist aber auch wirklich malerisch hier:




Zum Abschluss unseres Capitol Reef Besuches haben wir uns nochmal das Old Gifford Farm House angeguckt:






Dieses Mal nicht nur von außen, sondern auch von innen. 





Wirklich süß, das kleine alte Farmhaus. Aber am süßesten war eigentlich der Pie, der hier täglich frisch gebacken und verkauft wird. Da konnten wir einfach nicht widerstehen.




Es ist dann übrigens tatsächlich der Apple Pie geworden und er war soooooooo MMMMMHHHHH!

Seit heute abend sind wir nun in Springdale, direkt am Eingang zum Zion Nationalpark, in einem total süßen B&B, dem "Under the Eaves". Dazu morgen mehr, nur soviel schon mal:


 
Morgen früh geht es wieder recht zeitig los, wir wollen den "Observation Point" erklimmen, das sind rund 13km Roundtrip und 6508 Fuß Höhenmeter... Mal schauen, ob wir uns abends noch melden ;-)



Dienstag, 22. Mai 2012

11. Tag - Canyonlands NP

Nachdem wir heute früh unser Gepäck im Wagen verstaut und aus dem Hotel ausgecheckt hatten ging es weiter zum Canyonlands Nationalpark.

Der Nationalpark ist auch nur 30 Meilen von Moab entfernt, wir hatten es also nicht weit.

Der Canyonlands NP ist ein sehr weitläufiger Park, er ist deshalb in 3 Teile unterteilt: "The Maze", der Teil ist nur über eine 4-Wheel Road zu erreichen, dann gibt es " The Needles", der Teil lag von uns aus vor Moab, da waren wir auf dem Hinweg dran vorbeigefahren.
Wir haben uns heute auf den "Island in the Sky" District beschränkt.

Unsere erste Station war der "Grand View Overlook" Trail. Dieser Trail führt 1 Meile am White Rim entlang (und 1 Meile wieder zurück) und bietet einen tollen Ausblick.

Fantastischer Blick auf den White Rim


Und weils so schön ist nochmal

Kleine Pause muss auch mal sein...


Auch heute war es wieder ganz schön warm, in der Spitze wohl 93°F (=34°C), zum hiken eigentlich viel zu warm. Deswegen gucke ich auch so gequält aus der Wäsche.


Voller Einsatz am Rim ;-)


Nach dem Grand View Overlook ging es noch zum "Upheaval Dome Overlook Trail". 





Und die letzte und wohl bekannteste Station war der Mesa Arch.



Blick durch den Mesa Arch


Da hatten wir Glück, das nicht wirklich viel los war und wir in Ruhe Fotos machen konnten.

Nun sind wir in Torrey und morgen geht es in den Capitol Reef Nationalpark, da werden wir noch ein oder zwei kleine Trails laufen, bevor wir uns aufmachen zu einem unserer Nationalpark-Favoriten: dem Zion Nationalpark.


Heute haben wir übrigens Halbzeit, wir haben nun 10 Nächte hinter uns und 11 noch vor uns.
Ihr müsst uns also noch eine Zeit lang aushalten ;-)

Mit sonnigen Grüßen aus Torrey,

Montag, 21. Mai 2012

10. Tag - Moab - Arches Nationalpark

Heute konnten wir fast ausschlafen, der Wecker klingelte erst um viertel nach sechs ;-)

Um viertel vor acht waren wir wieder auf dem Weg zum Arches Parkeingang. Das war auch eine wirklich gute Idee. Als erstes sind wir den Trailhead an der Wolfes Ranch angefahren, dort kann man zum Delicate Arch, einem der berühmtesten Arches hier im Nationalpark, hiken.

Der Trail ist nicht so anstrengend wie er beschrieben ist, es geht allerdings ziemlich am Anfang über ein relativ steiles Felsplateau, danach geht es moderat weiter bis zum Delicate Arch.



Es war auch wirklich ein guter Zeitpunkt, wir hatten richtig Glück, dass wir den Arch auch ohne zigs Leutchen im Bogen fotografieren konnten.

Nach ca. 2 Stunden waren wir wieder unten an der Wolfes Ranch angekommen. Auf dem Rückweg kamen uns schon Scharen von Leuten entgegen, aber wir hatten ja nun alles im Kasten.

Für heute stand dann eigentlich nur auf dem Plan einige Viewpoints abzufahren, großartige Hikes wollten wir nicht mehr machen. Aber es kam dann doch wieder etwas anders.

Am Viewpoint zum Sanddune Arch gibt es einen kleinen Trail zum Broken Arch, der sollte im Loop ca. 1,3 Meilen und "easy" sein.

Der Hinweg war auch wirklich easy, es ging fast nur über Sand oder Schotterwege, quasi keine Höhenunterschiede.



Nach gut 20-30 Minuten erreicht man den Broken Arch. In der Mitte ist ein Riss, daher wohl auch der Name.


Der Trail führt dann weiter durch den Arch und auf einem anderen Wege zurück zum Parkplatz. Und da fing es auch an richtig nett zu werden. Der Weg führte dann wieder über das ein oder andere Felsplateau und überraschenderweise auch zu einem Arch, der auf der Karte vom NPS gar nicht ausgewiesen war.




Der Hike zum Tapestry Arch lohnt sich auf jeden Fall, man ist dort nämlich ziemlich alleine. Vor uns war ein Wanderer dort, der ging dann aber und wir hatten den Arch komplett für uns alleine und konnten die Ruhe genießen.

Vom Tapestry Arch aus geht es wieder auf den Loop Trail, der führt erstmal zum Devils Garden Campground und von dort folgt das beste Stück des Trails. Wirklich zu empfehlen für alle, die einen "kleinen Hike machen wollen.

Man geht durch steile Felswände durch und hat immer wieder einen tollen Blick auf die schneebedeckten La Sal Mountains.


Wir waren jedenfalls begeistert und vor allem überrascht von dem Trail, weil wir nicht damit gerechnet haben, dass der so gut ist.

Danach waren wir dann allerdings auch schon ziemlich fußlahm und sind nur noch die Windows Section angefahren und den kleinen 1 Meilen Loop gelaufen.

North Window


Turret Arch 
 

North and South Window
 

Zum Abschluss haben wir noch den Balanced Rock abgelichtet und dann war es auch gut für heute.



Immerhin musste noch der Pool hier im Hotel getestet und für gut befunden werden. Die qualmenden Füße hatten aber auch wirklich eine Abkühlung verdient.

Als wir um halb acht zum Abendessen rausgegangen sind haben wir sogar noch die ringförmige Sonnenfinsternis sehen können. Das war allerdings mehr Zufall als geplant, denn eigentlich hätte man die hier in Moab gar nicht unbedingt sehen müssen.
Das Sonnenlicht draußen kam einem jedenfalls vor wie durch eine Sonnenbrille, obwohl wir keine aufhatten.  Man konnte auch eine kleine Sichel in der Sonne erkennen.

Abendessen gab es wieder im La Hacienda direkt nebenan und es war wieder vorzüglich.

Den Nachtisch haben wir uns heute selbst gebastelt:



War auch sehr lecker ;-)

Heute war unser letzter Tag in Moab, wir sagen Danke "Inca Inn" für die angenehme Behausung.



Morgen früh werden wir noch den Canyonlands NP unsicher machen, oder zumindest einen Teil davon und dann geht es weiter bis nach Torrey.

Einen guten Wochenstart für die arbeitende Fraktion nach Deutschland!

Gute Nacht aus Moab!